Windlast als Bemessungsgrundlage

Windlasten sind neben dem Eigengewicht die maßgebende mechanische Einwirkung auf PV-Montagesysteme. Bei Sturmereignissen, wie sie in Deutschland mit Windgeschwindigkeiten von 100–130 km/h in Orkan-Stärke vorkommen können, wirken erhebliche Sog- und Druckkräfte auf die Solarmodule und ihre Befestigung. Eine sachgerechte Windlastberechnung ist Voraussetzung für eine normgerechte und dauerhafte Befestigung.

Normative Grundlagen

Für die Windlastbemessung von PV-Montagesystemen gelten:

Windlastzonen in Deutschland

Deutschland ist in vier Windlastzonen eingeteilt:

Prüfpunkte bei der Windlastprüfung im Feld

Eine Feldprüfung der Windlastkompetenz umfasst:

Besonderheiten bei Flachdach-Auflastsystemen

Freiaufgestellte Systeme auf Flachdächern (Auflastsysteme ohne Dachperforation) werden durch Eigengewicht-Ballast gegen Windsog gehalten:

Häufige Mängel bei Windlastprüfungen

Fazit

Die Windlastprüfung ist ein sicherheitskritischer Aspekt jeder PV-Inspektion. Unzureichend befestigte Module können bei Sturmereignissen abgehoben werden und erhebliche Personen- und Sachschäden verursachen. Eine Prüfung der Bemessungsdokumentation und der Ausführungsqualität ist unverzichtbar.

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Windlast bei PV-Montagesystemen: Normen DIN EN 1991-1-4 und IEC 61215, Windlastzonen Deutschland, Flachdach-Ballast und Prüfpunkte für sichere Befestigung.

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Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

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Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.