Schneelast als mechanische Einwirkung auf PV-Module

Schneelast ist in Mittelgebirgs- und Alpenregionen Deutschlands eine maßgebende Einwirkung auf PV-Montagesysteme. Ein Quadratmeter nasser Schnee von 30 cm Höhe kann eine Flächenlast von 1,5–3 kN/m² erzeugen – das entspricht dem Gewicht von 150–300 kg pro Quadratmeter Modulfläche. PV-Module und Unterkonstruktionen müssen für die standortspezifische Schneelast ausgelegt sein, sonst drohen strukturelle Schäden.

Normative Anforderungen

Für die Schneelastbemessung gelten:

Schneelastzonen in Deutschland

Deutschland ist in drei Schneelastzonen eingeteilt:

Auswirkungen von Schneelast auf Module

Schneelast kann folgende Schäden verursachen:

Prüfpunkte nach Schneeereignis

Nach einem starken Schneeereignis sollte folgende Inspektion durchgeführt werden:

Schneelasten und Modul-Statik

Die zulässige Schneelast für PV-Module ist aus dem Datenblatt des Modulherstellers zu entnehmen. Typische Werte für kristalline Module:

Fazit

Die Schneelastprüfung ist besonders in Bergregionen und Alpenvorland ein kritischer Bestandteil der Anlageninspektion. Die Prüfung umfasst die Dokumentation der geltenden Schneelastzone, die Auslegung des Montagesystems und eine Post-Ereignis-Inspektion nach starken Schneefällen.

PV Check Pro

Schneelastprüfung bei PV-Anlagen: Anforderungen und Kontrolle | PV-Anlagen-Check vom unabhängigen Profi

Schneelast bei PV-Anlagen: Normative Anforderungen DIN EN 1991-1-3, Schneelastzonen Deutschland, Modulbelastbarkeit und Post-Ereignis-Inspektion erklärt.

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Häufige Auffälligkeiten

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Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.