Was ist Potential-Induced Degradation (PID)?

Potential-Induced Degradation (PID) ist ein Degradationsmechanismus bei Photovoltaikmodulen, der durch hohe Potentialdifferenzen zwischen den Solarzellen und dem geerdeten Modulrahmen ausgelöst wird. Bei Anlagen ohne galvanische Trennung (transformatorlose Wechselrichter) können diese Potentiale besonders groß sein. PID führt zu einer signifikanten und teilweise irreversiblen Leistungsminderung der betroffenen Module.

Physikalischer Mechanismus

PID entsteht durch die Wanderung von Natriumionen aus dem Glas der Modulvorderseite in die Zellgrenzschicht (p-n-Übergang). Diese Ionenmigration wird durch hohe Spannung, Temperatur und Feuchtigkeit beschleunigt. Die Natriumionen neutralisieren positive Ladungsträger an der Zelloberfläche, was zu einem erhöhten Rekombinationsverlust und damit zu einer reduzierten Photostromausbeute führt.

Risikofaktoren für PID

Erkennung von PID im Feld

PID-Schäden sind im frühen Stadium schwer zu erkennen, da keine äußerlichen Schäden sichtbar sind. Folgende Methoden ermöglichen die Diagnose:

Gegenmaßnahmen und Prävention

Zur Prävention und Behebung von PID stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung:

Wirtschaftliche Auswirkungen

PID kann innerhalb weniger Jahre zu Leistungsverlusten von 10–80 % führen. Bei einer 100-kWp-Anlage mit einem Jahresertrag von 95.000 kWh und einem Einspeisevergütung von 0,08 €/kWh entspricht ein PID-Verlust von 20 % einem jährlichen Einnahmeverlust von 1.520 €. Frühzeitige Erkennung und Gegenmaßnahmen sichern die Rendite.

Fazit

PID ist ein ernstzunehmender Degradationsmechanismus, der durch regelmäßige IV-Messungen und EL-Analysen frühzeitig erkannt werden kann. Eine Kombination aus präventiven Maßnahmen (PID-Box, geeignete Module) und regelmäßiger Überwachung minimiert das Risiko erheblich.

PV Check Pro

PID-Effekt bei PV-Modulen: Erkennung und Gegenmaßnahmen | PV-Anlagen-Check vom unabhängigen Profi

Potential-Induced Degradation (PID) bei PV-Anlagen: Mechanismus, Risikofaktoren, Erkennung mit IV-Kurve und EL-Messung sowie Gegenmaßnahmen erklärt.

Kostenlos. Unverbindlich. Schnell.

Vergleichen Sie Angebote von qualifizierten Fachbetrieben für Photovoltaik und Wärmepumpen aus Ihrer Region. Erste Angebote erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden, DSGVO-konform, ohne versteckte Kosten und ohne lästige Anrufe.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Bis zu drei qualifizierte Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen Ihre Anfrage.
  3. Sie erhalten individuelle Angebote per E-Mail, vergleichen in Ruhe und entscheiden ohne Druck.

Angebotsprüfung für Photovoltaik-Offerten

PV-Check-Pro nimmt ein konkretes Solar-Angebot Ihres Fachbetriebs auseinander und prüft 23 typische Schwachpunkte: tatsächliche Modulleistung in Wp pro Stück, Wechselrichter-Topologie (String, Hybrid, Modul-Wechselrichter), Garantiebedingungen (Produkt vs. Leistung), Wartungsklausel, Eigentum am Wechselrichter beim Mietmodell, Eintragung ins Marktstammdatenregister (MaStR) und korrekte Anmeldung beim Netzbetreiber.

Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

Was die Prüfung leistet

Sie laden das PDF-Angebot hoch (max. 20 MB), wir liefern binnen 48 Stunden eine Liste mit konkreten Rückfragen, die Sie an Ihren Fachbetrieb richten. Wir sind kein Konkurrenz-Anbieter, sondern eine unabhängige zweite Meinung. Kein Verkauf von Modulen, keine Vermittlung an andere Betriebe. Pauschalpreis 49 €.

Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.