Was ist LID?

Light-Induced Degradation (LID), deutsch: lichtinduzierte Degradation, beschreibt den Leistungsverlust, den kristalline Solarmodule in den ersten Betriebsstunden bis Betriebstagen erleiden. Der Effekt ist bekannt, gut dokumentiert und bei der Ertragsplanung zu berücksichtigen. Hersteller garantieren typischerweise eine maximale LID von 2–3 % im ersten Betriebsjahr.

Physikalischer Hintergrund

LID tritt bei bor-dotierten Siliziumzellen (p-Typ) auf. Unter Lichteinwirkung bilden sich metastabile Bor-Sauerstoff-Komplexe (B-O-Defekte), die als Rekombinationszentren wirken und die Ladungsträgerlebensdauer im Halbleiter reduzieren. Dies führt zu einem Absinken des Kurzschlussstroms und der Effizienz. Der Prozess ist:

LID bei verschiedenen Modultechnologien

LID ist technologieabhängig:

LeTID: Die neuere Variante bei PERC

Bei PERC-Modulen tritt neben dem klassischen LID ein weiterer Effekt auf: Light and elevated Temperature-Induced Degradation (LeTID). Charakteristika:

LID bei der Anlagenabnahme berücksichtigen

Bei der Abnahmemessung unmittelbar nach Inbetriebnahme ist zu beachten:

Prüfung und Monitoring

Die Erfassung der LID erfordert:

Fazit

LID ist ein normaler, erwarteter Effekt bei p-Typ-Solarmodulen und sollte in der Ertragsplanung berücksichtigt werden. Bei der Inspektion und im Monitoring ist zu unterscheiden, ob eine gemessene Leistungsminderung auf LID oder auf andere Defekte zurückzuführen ist. n-Typ-Module (HJT, TOPCon) bieten hier klare Vorteile.

PV Check Pro

LID – Lichtinduzierte Degradation bei Solarmodulen erklärt | PV-Anlagen-Check vom unabhängigen Profi

Lichtinduzierte Degradation (LID) bei PV-Modulen: B-O-Defekte, LeTID bei PERC, Technologievergleich und Berücksichtigung bei Anlagenabnahme und Monitoring.

Kostenlos. Unverbindlich. Schnell.

Vergleichen Sie Angebote von qualifizierten Fachbetrieben für Photovoltaik und Wärmepumpen aus Ihrer Region. Erste Angebote erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden, DSGVO-konform, ohne versteckte Kosten und ohne lästige Anrufe.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Bis zu drei qualifizierte Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen Ihre Anfrage.
  3. Sie erhalten individuelle Angebote per E-Mail, vergleichen in Ruhe und entscheiden ohne Druck.

Angebotsprüfung für Photovoltaik-Offerten

PV-Check-Pro nimmt ein konkretes Solar-Angebot Ihres Fachbetriebs auseinander und prüft 23 typische Schwachpunkte: tatsächliche Modulleistung in Wp pro Stück, Wechselrichter-Topologie (String, Hybrid, Modul-Wechselrichter), Garantiebedingungen (Produkt vs. Leistung), Wartungsklausel, Eigentum am Wechselrichter beim Mietmodell, Eintragung ins Marktstammdatenregister (MaStR) und korrekte Anmeldung beim Netzbetreiber.

Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

Was die Prüfung leistet

Sie laden das PDF-Angebot hoch (max. 20 MB), wir liefern binnen 48 Stunden eine Liste mit konkreten Rückfragen, die Sie an Ihren Fachbetrieb richten. Wir sind kein Konkurrenz-Anbieter, sondern eine unabhängige zweite Meinung. Kein Verkauf von Modulen, keine Vermittlung an andere Betriebe. Pauschalpreis 49 €.

Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.