Was ist ein Hotspot bei Solarmodulen?

Ein Hotspot ist ein lokal überhitzter Bereich auf einem PV-Modul. Er entsteht, wenn eine oder mehrere Solarzellen im String durch Abschattung, Defekte oder Mismatch gezwungen werden, mehr Energie zu dissipieren als aufzunehmen. Im Extremfall können Hotspots Temperaturen von über 200 °C erreichen und die EVA-Einbettungsfolie, die Rückseitenfolie oder das Glas beschädigen. Sie stellen damit ein Sicherheitsrisiko und einen ernsthaften Schadensfall dar.

Entstehungsmechanismus

Im normalen Betrieb erzeugen alle Zellen eines Strings ähnliche Ströme. Wird eine Zelle durch Abschattung oder Defekt in ihrer Stromerzeugung eingeschränkt, wird sie durch den Strom der übrigen Zellen in Sperrrichtung gepolt. Die Zelle dissipiert dann die Energie der gesamten Stringleistung als Wärme. Bypassdioden sollen diesen Mechanismus verhindern, indem sie bei Aktivierung die betroffene Zellgruppe umgehen. Defekte Bypassdioden können zu unkontrollierten Hotspots führen.

Ursachen von Hotspots

Thermografische Hotspot-Erkennung

Die Thermokamera ist das wichtigste Instrument zur Hotspot-Erkennung:

Bewertung nach Temperaturerhöhung

Klassifizierung nach IEC TS 62446-3:

Bypassdioden-Prüfung

Bypassdioden sind ein häufiger Auslöser von Hotspots. Prüfung:

Reparaturmöglichkeiten

Je nach Ursache des Hotspots gibt es verschiedene Lösungsansätze:

Fazit

Hotspots sind eine ernstzunehmende Gefährdung für Sicherheit und Ertrag von PV-Anlagen. Regelmäßige Thermografieaufnahmen sind das wichtigste Instrument zu ihrer frühzeitigen Erkennung. Bei ΔT > 20 K ist sofortiges Handeln geboten.

PV Check Pro

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Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

Was die Prüfung leistet

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Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.