Warum Erdung und Blitzschutz entscheidend sind

Photovoltaikanlagen auf Dächern sind exponiert aufgestellt und stellen damit potenzielle Einschlagspunkte für Blitze dar. Auch ohne direkten Blitzeinschlag können Überspannungen durch nahegelegene Einschläge (Induktion) oder Schaltvorgänge im Netz empfindliche Elektronik wie Wechselrichter, Datenlogger und Monitoring-Systeme zerstören. Ein ordnungsgemäßes Erdungs- und Überspannungsschutzkonzept ist daher nicht nur eine normative Anforderung, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Normative Grundlagen

Für den Erdungs- und Überspannungsschutz bei PV-Anlagen gelten:

Funktionspotenzialausgleich (FPA)

Der Funktionspotenzialausgleich verbindet alle metallischen Teile der PV-Anlage leitend miteinander und mit der Potenzialausgleichsschiene (PAS):

Bei der Prüfung: Widerstand zwischen einzelnen Metallteilen und PAS sollte < 0,5 Ω betragen (Messung mit Niederohmbrücke oder Kelvin-Messung).

Überspannungsschutzgeräte (SPD) auf der DC-Seite

DC-seitige Überspannungsschutzgeräte (Surge Protective Devices, SPD) schützen die Module und den Wechselrichtereingang:

Überspannungsschutz auf der AC-Seite

AC-seitige SPDs schützen den Wechselrichterausgang und nachgelagerte Verbraucher:

Prüfung der SPDs

Überspannungsschutzgeräte haben begrenzte Ableitkapazitäten und müssen nach starken Überspannungsereignissen geprüft werden:

Häufige Mängel bei der Erdungsprüfung

Fazit

Erdung und Überspannungsschutz sind sicherheitskritische Komponenten jeder PV-Anlage. Eine professionelle Inspektion prüft Potenzialausgleich, SPD-Typen, Schutzpegel und Zustand aller Ableiter. Ein lückenloses Schutzkonzept verhindert teure Schäden durch Blitz und Schalttransiente.

PV Check Pro

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Angebotsprüfung für Photovoltaik-Offerten

PV-Check-Pro nimmt ein konkretes Solar-Angebot Ihres Fachbetriebs auseinander und prüft 23 typische Schwachpunkte: tatsächliche Modulleistung in Wp pro Stück, Wechselrichter-Topologie (String, Hybrid, Modul-Wechselrichter), Garantiebedingungen (Produkt vs. Leistung), Wartungsklausel, Eigentum am Wechselrichter beim Mietmodell, Eintragung ins Marktstammdatenregister (MaStR) und korrekte Anmeldung beim Netzbetreiber.

Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

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Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.