Warum Sensorkalibierung entscheidend ist

Alle quantitativen Aussagen über den Zustand einer PV-Anlage – Performance Ratio, spezifischer Ertrag, STC-korrigierte Modulleistung – basieren auf der gemessenen Einstrahlungsleistung. Ein falsch kalibrierter Sensor verfälscht alle darauf aufbauenden Berechnungen systematisch. Eine Abweichung von 5 % im Einstrahlungssensor führt direkt zu einer Fehleinschätzung der Performance Ratio um 5 % – ein erheblicher Fehler, der Gut von Schlecht unterscheidet.

Sensortypen für PV-Anwendungen

Für die Einstrahlungsmessung bei PV-Anlagen werden verschiedene Sensortypen eingesetzt:

Kalibrierungsverfahren

Kalibrierung nach IEC 61724-2 (Monitoring von PV-Systemen):

Montagefehler und Quellen systematischer Fehler

Häufige Fehlerquellen bei Einstrahlungsmessungen:

Prüfung des installierten Sensors bei der Inspektion

Bei der Anlageinspektion sollte der Einstrahlungssensor wie folgt geprüft werden:

Unsicherheitsbudget bei PV-Messungen

Für eine korrekte Angabe der Messunsicherheit bei IV-Messungen und PR-Berechnungen müssen alle Unsicherheitsquellen berücksichtigt werden:

Fazit

Ein kalibrierter Einstrahlungssensor ist die Grundlage jeder quantitativen PV-Leistungsanalyse. Regelmäßige Kalibrierung, korrekte Montage und sorgfältige Wartung des Sensors sind unverzichtbare Voraussetzungen für verlässliche Inspektionsergebnisse.

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Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

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Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.