Funktion der Bypassdiode in PV-Modulen

Bypassdioden sind in der Anschlussdose jedes PV-Moduls integriert. Ihre Aufgabe ist es, abgeschattete oder defekte Zellgruppen zu überbrücken und damit zu verhindern, dass diese Zellen als Verbraucher im String wirken. Ein typisches 60-Zell-Modul enthält drei Bypassdioden, die jeweils 20 Zellen absichern. Fällt eine Bypassdiode aus – entweder durch Unterbrechung oder Kurzschluss – hat dies weitreichende Konsequenzen für Ertrag und Sicherheit.

Fehlertypen bei Bypassdioden

Zwei grundlegende Fehlertypen sind zu unterscheiden:

Messverfahren für Bypassdioden

Die Prüfung der Bypassdioden erfolgt in mehreren Schritten:

Prüfung im eingebauten Zustand

Da die Anschlussdosen meist verklebt oder vergossen sind, erfolgt die Diodenwiderstandsprüfung üblicherweise ohne Öffnung der Dose:

Thermografische Diagnose

Die Thermografie liefert wichtige Hinweise:

Austausch und Reparatur

Defekte Bypassdioden lassen sich durch einen qualifizierten PV-Techniker austauschen:

Fazit

Bypassdioden sind kritische Sicherheitsbauteile in PV-Modulen. Ihre regelmäßige Prüfung – kombiniert aus Widerstandsmessung und Thermografie – ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder professionellen PV-Inspektion.

PV Check Pro

Bypassdioden in PV-Modulen testen: Methoden und Grenzwerte | PV-Anlagen-Check vom unabhängigen Profi

Bypassdioden bei PV-Modulen prüfen: Kurzschluss- und Unterbrechungsfehler, Widerstandsmessung, Thermografie und Reparaturoptionen für PV-Inspekteure.

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Angebotsprüfung für Photovoltaik-Offerten

PV-Check-Pro nimmt ein konkretes Solar-Angebot Ihres Fachbetriebs auseinander und prüft 23 typische Schwachpunkte: tatsächliche Modulleistung in Wp pro Stück, Wechselrichter-Topologie (String, Hybrid, Modul-Wechselrichter), Garantiebedingungen (Produkt vs. Leistung), Wartungsklausel, Eigentum am Wechselrichter beim Mietmodell, Eintragung ins Marktstammdatenregister (MaStR) und korrekte Anmeldung beim Netzbetreiber.

Häufige Auffälligkeiten

Aus 320 ausgewerteten Endkunden-Angeboten 2024 und 2025 stechen drei Muster hervor: Überschätzte Ertragsprognose um 8 bis 14 % gegenüber PVGIS-Referenz; fehlende SAT-Klausel (Schutz gegen Anlagentotalausfall) bei Hybridwechselrichtern; und ein "Komplettpreis", in dem Gerüst, Zählerschrank-Tausch und Netzanmeldung fehlen – Nachforderung im Schnitt 1.400 bis 2.800 € nach Vertragsabschluss. Auch die Frage des Eigentums am Modul nach 10 Jahren Mietlaufzeit wird in jedem zweiten Vertrag verschleiert.

Was die Prüfung leistet

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Beispiel-Resultat

Ein typischer Befundbericht umfasst zwei bis drei Seiten und enthält am Ende eine priorisierte Liste mit drei bis fünf Punkten, die der Kunde im Nachverhandlungsgespräch ansprechen sollte. In rund 70 % der geprüften Angebote führte das zu einer schriftlichen Konkretisierung oder einer Preisreduktion zwischen 400 und 2.100 €. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.